Hier ein paar aktuelle Bilder aus dem weidner.net Leben für Euch direkt aus der M24 gestreamt

2019-11-02 - Spezialist oder Generalist?

In der IT gibt es ein schier unendliches Meer aus Wissen. Und ebenso unendlich unterschiedlich sind die Menschen und die Firmen dort. Im Laufe der Jahre habe ich in unterschiedlichen Firmen gearbeitet und beide Seiten der Medaille kennenlernen dürfen.

Der Generalist

Er kann fast alles, aber eben nur bis zu einer gewissen Tiefe. Kunden lieben das, denn meistens reicht die gebotene Wissenstiefe aus. Gleichzeitig scheint er aber alles zu können was im Alltag eben so anfällt. Das Ich-mache-alles-Prinzip gewinnt beim Kunden sehr schnell Sympathie. 

Gleichzeitig kennt er sich (meistens) nur im Hier-und-Jetzt aus. Durch die Vielschichtigkeit seiner Aufgaben und Know-How Bereiche kann er sich auch über längere Zeit kein tiefes Wissen aneignen. Denn versucht er es, hat er nicht die Zeit dafür. Viel zu schnell muß er zum nächsten Brand und dort löschen. Er interessiert sich für zu viel um sich auf ein Thema eingrenzen zu lassen. Häufig findet man solche Schätze in der internen IT von mittelständischen Kunden. Dort ersetzen sie häufig mit ihrem technischen Verständnis, ihrem Geschick in der Improvisation und ihrem Einsatz mehrere andere Mitarbeiter. Vom Generalisten braucht man viel, durch die Masse erzeugt das hohe Kosten, die Tagessätze und Gehälter sind aber eher im Mittelfeld. Diese Leute sind die Helden des Alltags in der IT, besonders im kleineren Mittelstand. Sie halten mit Liebe, Wissen und Spucke die Scheiße am Laufen. Diese Leute wird man immer brauchen solange sich technisch mithalten wollen und können.

 

Der Spezialist

Ihn findet man entweder in wirklich großen IT-Abteilungen großer Kunden, oder bei einem sehr fokusierten Beratungshaus. Denn andere können mit ihm schlecht Geld verdienen. Ein Spezialist kann ignorieren welcher Trend gerade durch's Land getrieben wird, kann sich sogar über Jahre schlicht mit einem einzigen Produkt, einer einzigen Lösung oder einer einzigen Technologie beschäftigen. Cobol Entwickler sind hier gute Beispiele. Aber es gibt keine Frage, keine Aufgabe, kein Problem welches er sich nicht zur Brust nehmen und lösen könnte. Er ist der %Produkt-Nerd. Irgendwann sattelt er vielleicht auf eine andere Spezialisierung um. Das passiert aber nur unter 2 Gründen: Entweder er hat die andere Technologie "durchgespielt", sie wurde langweilig. Oder aber er muß es, steht unter Druck. Spezialist wird man aber nur wenn man sich für etwas wirklich interessiert und sich dafür begeistert. Wenn man sich also in seiner Spezialisierung ändert, dann nur weil das neue interessanter ist als das alte. Sonst wird das nix. 

Kunden und Firmen brauchen Spezialisiten für hakelige Aufgaben. Komplexe Migrationen, Problemlösungen der schwierigeren Art, Spezialaufgaben/Nischenwissen welches schlicht nicht im Alltag vorkommt oder man nur alle-heiligen-Zeiten überhaupt mal anfassen muß, dann aber richtig.

Ist das Thema des Spezialisten aber EOL, hat die Technik also seine besten Zeiten hinter sich, dann wird es Zeit. Sonst fährt man Vollgas in eine immer kleiner werdende Nische. Verbleibt man dort, wird man unnötig. Tut man nichts dagegen, ist man einfach nur einer derjenigen die von vergangenen Technologien redet. Meistens mit einem früher-war-alles-besser Unterton. Das will niemand hören. IT lebt durch Fortschritt. Stillstand wäre der Untergang der Branche und bedeutet die Arbeitslosigkeit des ehemaligen Spezialisten. Es muß also immer auf dem Sprung sein und kontrollieren ob ihm nicht gerade der Boden wegbricht auf dem er so fest zu stehen scheint.

 

Eine interne IT braucht meistens beides. Aber in unterschiedlichen Megen. Es gibt auch beides, aber eben auch in unterschiedlichen Mengen. Generalisten sind die häufigere Art, wirklich gute Generalisten aber auch wieder nicht so häufig. Spezialisten sind deutlich seltener, werden aber eben auch nicht so häufig gebraucht und sind im gemeinen Alltag oft auch nicht viel wert. Ist der Bedarf aber da und echt, spielt das Geld für den Spezialisten keine große Rolle mehr. 

 

Welchen Weg soll ich einschlagen?

Wenn Dich Technik interessiert, Dich begeistert und Du Dich stundenlang mit irgendwas beschäftigen kannst - nur weil es Dich eben interessiert und Du herausfinden willst wie es funktioniert - dann hast Du für den Spezialisten zumindest die Grundvoraussetzung erfüllt. Zu Beginn des Berufslebens ist ein Einstieg als Generalist oder "Mädchen für alles" sehr einfach. Aber dann such Dir was und spezialisiere Dich. Hast Du einmal geschafft, daß Du als Gott der Technik XYZ giltst, dann schaffst Du das in anderen Sachen auch wieder wenn Du willst. Generalist werden kannst Du später dann jederzeit.

Willst Du Dich aber eigentlich lieber mit den Menschen als der Technik beschäftigen, dann fang als Generalist an und versuche das gut zu machen. So wirst Du immer mehr mit Menschen zu tun haben, dafür aber etwas weniger tief in der Technik sein müssen.

 

IT Firmen sehen das natürlich anders. 

Für Generalisten bekomme ich auf dem Markt keine so hohen Stundesätze wie für benötigte Spezialisten. Dafür ist der Bedarf mengenmäßig größer, der Vertrieb leichter. Braucht einfach fast jeder.

Spezialisten erzielen in ihren Disziplinen Spitzenstundensätze. Kosten aber nicht nur mehr, wollen auch oft höhere Gehälter. Sind schwieriger auszulasten, weil eben Nischenthema, vertrieblich schwierig zu bewirtschaften das Feld. Außer: Das Know How ist so gut, daß Mundprobaganda alleine schon ausreicht. Dann können sich auch die nicht mehr vor Arbeit retten...

 

Ich mag beide. Da wo ich heute bin, brauche ich auch beide.

 

2019-10-14 - IT-SA, unsere Jahresmesse

Ca 120 PT Aufwand stecken in der Vorbereitung, der Organisation, den internen Abstimmungen und dem Aufbau. Und das noch vor dem ersten Messetag. Trotzdem, es lohnt sich für uns. Seit 3 Jahren sind Ronny und ich dort vor Ort und helfen Kunden zu beraten, Termine qualifiziert wahrzunehmen und Gespräche zu führen. 

Nach 3 Tagen ist alles wieder vorbei. 3 wahnsinnig intensive Tage. Hoffentlich findet das nächstes Jahr wieder statt weil es sich für uns dieses Jahr wieder gelohnt hat. Wir werden sehen was vertrieblich jetzt dabei heraus kommt. Hier ein paar Eindrücke in Bild und Ton, bitte dem Link hier folgen:


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2019-10-03 - Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub

München - Kaltern

Der erste Stop lag in Kaltern. Damit halten wir die Fahrzeit kurz, Marens Rücken läßt noch keine 5 Stunden Fahrten zu.

Kaltern lebt in der Jahreszeit von Kastanien und Törggelen, dem jungen Wein. Nett sich das mal anzusehen, das kleine Städtchen hat sich schön gemacht und wirkt belebt.

 

Kaltern - Marina di Venezia in Cavalline-Treporti bei Venedig

Hier waren wir letztes Jahr schon. In der Nebensaison ein wahnsinnig schöner Fleck. Wenn man bei einem 3000 Stellplatz großem Campingplatz überhaupt von schön reden kann. Aber Ende September ist der Platz nur noch max 1/3 gefüllt, aber alles hat noch geöffnet. Die Anlage verschleiert dem Gast seine Größe. Die Flaniermeile bringt Abwechslung, das Meer und ein wunderbarer, feiner, sauberer Sandstrand den Urlaub in den Kopf. 

Quasi vor der  Türe startet eine Fähre direkt an den Markusplatz in Venedig, damit lässt sich Venedig "mal eben schnell" für 2-3 Stunden besuchen. Länger ist es dort eh kaum auszuhalten, denn egal zu welcher Jahreszeit: Venedig platzt vor Touristen. 

Der Platz ist aber - Hauptsache Nebensaison - einer unserer Lieblinge und wir halten es hier auch 5 Tage lang aus. In der Hauptsaison bräuchte ich wahrscheinlich eine Axt...

 

Venedig - Lazise, Camping La Quercia

3 Stunden Richtung Gardasee auf dem Heimweg. Wir lieben den Lago, wir sind halt purere Mainstream :-)

Der Platz ist der Gegenentwurf zu Venedig. Enge Parzellen auf die ich mit meinem (nicht sooo großem) Fahrzeug kaum draufpasse und vorne wie hinten schon fast Vaseline brauche um mich noch reinzudrücken. Gefälle auf fast jeder Parzelle. Laut, schreiene Kinder gefühlt überall. Aber gepflegt und sauber. Und teuer im Vergleich zu Venedig wenn man betrachtet was welcher Platz bietet. Aber Lago zieht halt und bietet natürlich auch jedem etwas. Besuch war es wert, die 5 Sterne des Platzes verstehe ich persönlich aber nicht.

 

Lazise - Sterzing

Der letzte Zwischenstop auf dem Heimweg. Eine Nacht auf dem Parkplatz des Eurospar in Sterzing, welche die Übernachtung vom Campern dulden. 5 Minuten in die Innenstadt (Fahrrad) und tolle Möglichkeit um dort schön zu bummeln, shoppen und Abends noch gut Essen zu gehen. Allerdings gab es hier erstmals Regen und 4 Grad kalte Nächte.

 

Sterzing - München

Heimweg.

 

Ein schöner Trip, 10 Tage waren wir unterwegs. Eine ideale Zeit und wir hatten wahnsinniges Glück mit dem Wetter. Das Auto hat wieder hervorragend funktioniert. Es beeindruckt mich immer wieder wie leicht dieses große Ding sich fahren läßt, wie hervorragend man sich darin wohl fühlen kann, wie gemütlich es darin ist wenn es draußen regnet. Die Heizung bollert und schon ist es kuschlig bei 21 Grad und warmem Wasser im Tank. 

 

Dazu noch ein paar Bilder.

2019-09-10 - Campingplatz Pilsensee

Wir haben einen Camper, das ist jetzt keine Neuigkeit. Seit 2017 steht dieser im Sommer auf dem "Campingplatz Pilsensee" für 2-3 Monate um dort die heiße Sommerzeit quasi als Ferienhaus am See zu dienen. Aufmerksam geworden sind wir hierauf - und auf das Konzept "Sommer-Saison-Camping" durch Freunde die dies schon 2 Jahre früher mit ihrer "Stacy" begannen. 

Die Idee ist genial für uns aus der Region München oder Oberbayern. Wer will denn bitte (zumindest ohne Kinder) im Zeitraum Juni-August wegfahren? Hier ist es doch am geilsten während genau dieser Zeit. Ich fahre, fliege, radle ja gerne weg und sehe was von der Welt außerhalb der Region Münchens, aber das im Frühsommer oder im Herbst. In der Zeit ist's hier einfach am schönsten. Daher steht das Womo dann auch hier. Mag man mögen oder nicht.

350€/Monat kostet der Saisonstellplatz für uns. Plus ca. 60€ Strom/Monat. Wie wir finden ein guter Deal. Wir nutzen den Bus so oft es geht und haben da unser Ferienhaus/SeeOffice in Gebrauch. Der Campingplatz selbst zählt zu den wirklich schönen rund um München. Die Lage ist genial, direkt am See, schöne Liegewiese mit Kiosk(o) inklusive. Restaurant am Platz hat sein Geschäft und Küche weitestgehend auch im Griff, auch hier wieder mit genialer Lage und tollem Ausblick zum Schwärmen. Ich sehe hier jedesmal Touristen mit Tränen in den Augen weil's so schön ist. 

Die Region bietet den Touristen ein großes Angebot. Berge, Seen, Andechs (Saufen), Stadt (Shoppen), Alpen (Sport), alles in greifbarer Nähe und quasi wortwörtlich in Sichtweite. Wir nutzen hier hauptsächlich einige gute, bayerische Restaurants in Seefeld und Herrsching (Ruf und Post, bitte selbst googeln) und auch gerne den Edeka in Herrsching für Einkäufe welche den Platzsupermarkt überfordern würden.

Der Platz ist toll angelegt, hat mittlerweile ein tolles Haupt-Sanitärgebäude, befindet sich organisatorisch und technisch in gutem bis sehr gutem Zustand. Dieses Jahr fand sich sogar neues Personal ein welches sich kümmerte und die sichtbare Überforderung der letzten Jahre etwas vom Personal nahm. Sehr gute Entwicklung. 

Restaurant, Strandkiosk mit Bombenpizza und einen Platzsupermarkt mit richtig guten Backwaren? Findet man in Kombination mit einer solchen Prachtlage sicher selten. Ich kenne hierzu keinen Vergleich. Dafür ist es hier teuer. Zumindest wenn ich einigen Gästen hier zuhöre. Finde ich persönlich nicht. Bin aber dabei vielleicht auch nicht der Camper-Maßstab. Lieber gut als günstig, wenn man mich frägt. Tut aber nie einer, egal. 

 

Den Platz wollte ich mal loben. Muß auch mal sein. Denn in der Vergangenheit war nicht immer alles grün, aber die verbessern sich jedes Jahr weiter. Das gehört respektiert. Dann da steckt viel Arbeit dahinter. (Noch) verstehe ich nicht viel vom Betrieb eines Campingplatzes. Aber wer sich ein wenig damit beschäftigt, oder wie ich tatschlich schon mal zumindest für einen Beherbergungsbetrieb im großen Umfang verantwortlich war kann sich mit etwas Mühe ein Bild machen was es bedeutet hier zig-zehntausende Übernachtungen im Jahr abzuwickeln. Das ist - auf hohem Niveau noch mehr - eine Leistung.

2019-08-30 - unnützes Wissen

Die Menge von Bier richtet sich nach der Größe des zu ignorierenden Problems.

 

Just say'in.

Herzlich willkommen


Der Umzug von weidner.net und weidner-online.de hierher steht bevor.

Die IT ist ja ein weites Feld. Ich habe ja durchaus Ahnung. Von dem einen oder anderen. Aber vom Web so gut wie Null. Für mich ist das hier alles Rocketscience, auch wenn mein Blogprovider es mir eh schon so leicht wie möglich macht. Aber DNS Einträge, Domainumzüge, NIC und Admin-C Einträge… ich stelle mich an wie der erste Mensch. 
Langsam wird's aber. Dauert nicht mehr lange, dann ist die neue Seite live. Bis bald.


Seit 2 Stunden ist mein neues System online um Euch endlich wieder eine Webseite unter meiner Adresse zu zeigen. Ich arbeite mich gerade ein, alles ist neu und mir noch völlig unklar. Bitte entschuldigt daher auch den sicherlich stolpernden Start und ein Mangel an Look&Feel. Sollte sich bald ändern.

 

Was hier gezeigt wird? Alles mögliche aus dem Leben hier. Was mir gefällt, was mir nicht gefällt, was mal geschrieben werden muß, was ich los werden muß. 

 

Lieben Gruß,

Stefan