2017-12-02 - Beginne zu leben

2017-12-01 - Freitag: Guru Meditation

2017-11-30 - Blogeintrag „Professionalität als alternativloses Ziel“

 

In 20 Jahren in meiner Branche - IT - habe ich gelernt und verstanden, daß Pfusch nicht funktioniert. Denn dann kommt die Rechnung zurück, nie aber der Kunde. Und die Gewinnung von Neukunden ist im Bereich Lösungsdesign und Dienstleistung mit zuviel Aufwand verbunden als daß man es mit dem ersten gewonnen Auftrag schon wieder „verkacken“ kann. Pfusch funktioniert für den Kunden nie, für den Auftragnehmer nur kurzfristig. Schnelles Geld ist kein gutes Geld. 

Moralisch will ich das eigentlich gar nicht bewerten, aber auch aus diesem Blickwinkel wäre ich für Pfusch hier der falsche. Ich will mir mein Geld VERDIENEN. Der Kunde darf über den Preis stöhnen, aber was wir versprechen müssen wir auch halten. Auf professionellem Niveau, auch wenn man etwas schief geht. DAS ist mein Anspruch. 

Hierzu gehörten ein paar Grundregeln:

  • Kein Overselling. Nichts versprechen was nicht eintreten kann. In der Phantasie des Kunden entstehen leider trotzdem oft Bilder der Zukunft welche Enttäuschungen quasi vorprogrammieren. So man diese erkennt, ist diesen zu widersprechen!
  • Klare Aussagen über Termin, Kosten, Abhängigkeiten und Mitwirkungspflichten zum und seitens des Kunden. Er soll und muß wissen worauf er sich einläßt, nur dann können wir später klar und offen hierzu diskutieren und die Sache aus der Welt schaffen.
  • Mit Profis arbeiten. Wir verlangen echtes Geld, der Kunde kann dafür echtes Know-How erwarten. Jeder Consultant lernt auch beim Kunden. Aber er muß vorher grundsätzlich der Aufgabe gewachsen sein und die Aufgabe verstanden haben. Alles andere ist Pfusch.

In einer solchen Firma, mit solchen Kollegen, mit einem solchen Verständnis des Gebens-und-Nehmens, des Verständnisses von Leben-und-Leben-lassen will ich arbeiten. Der Markt, die Lieferanten, die Kunden, all die kann ich nicht kontrollieren. Ich will aber nicht auch noch in einer Firma mit schlechten Leuten, einer schlechten Einstellung zu Sache oder einer schlechten Grundstruktur arbeiten. 

 

So etwas muß man erst mal finden. Das ist selten.

Ich will nicht behaupten, bei jedem Arbeitgeber so etwas gefunden zu haben. 

 

Meine kleine Anekdote zu „Pfusch“:

Einer meiner Bekannten ist Handwerker. Eigentlich ein guter Handwerker mit dem Anspruch dem Kunden etwas sehr schönes und professionelles zu hinterlassen. Er hat gelernt wie es geht und wie es gehen sollte. Auch einer der hierfür einen hohen Preis aufruft und versucht Kunden zu finden die a) auch selbst einen hohen Anspruch an das Ergebnis haben ohne ihn auch noch „verkauft“ bekommen zu müssen und b) diesem Anspruch zuliebe auch bereit sind, einen angemessenen Preis für das zu erwartende gute Ergebnis zu bezahlen. 

Er findet solche Kunden mit diesen Ansprüchen und Geldbörsen. Auch ihm - wie auch mir in meinem Beruf - ist es nicht immer möglich es mit absoluter Sicherheit allen Kunden recht zu machen. Auch ihm kommen gelegentlich Kunden unter die erwarten er möge über’s Wasser laufen können, das Unmögliche möglich zu machen, oder einfach auch nur geringe Abweichungen zu ihren Erwartungen sofort zur Krise hochjubeln. Diese Kunden gibt es überall. Wir alle hassen sie, manchmal sind wir an deren Existenz auch noch selbst schuld. 

 

Doch wirklich interessant wird es, sobald dieser Handwerker andere Leute mit Arbeit für seinen privaten Kreis beauftragt. Dann ist er nicht bereit ordentliches Geld für ordentliche Arbeit zu bezahlen. Was er von seinen Kunden wie selbstverständlich fordert ist er nicht gewillt selbst zu zulassen. Wird beispielsweise ein Mechaniker für ein Auto benötigt, dann ist es ausgeschlossen für 85€/Stunde in eine Meisterwerkstatt mit Fachwissen zu genau diesem Auto zu gehen und Originalbauteile zu verwenden. Mit 1000€ ließe sich die Sache aus der Welt schaffen. Statt dessen geht man von Bastler zu Bastler, alle zwischen 30 und 50€/Stunde teuer, alle keine Fachwerkstätten für das Fahrzeug, alle „auf der Suche nach dem Problem“ um es für ihn zu lösen. Klar, alle sind Mechaniker, alle haben Ahnung von Autos. 

Trotzdem läuft es am Ende immer auf’s gleiche raus: Für ca. 4000€ hat man ein Problem gelöst welches 1000€ wert war, dabei mußten mindestens 2 unterschiedliche Werkstätten ran. Wenn nicht 3. Für ein Trivialproblem an einem alten Auto ohne Elektronik, sollte erwähnt werden…

 

Ja, bei „Mercedes“ zahle ich einen brutalen Stundensatz in der Werkstatt für meine beiden alten und beiden neuen Kisten. Wenn dann was schief geht, muß ich erwarten können daß man mir kulant und kompetent begegnet. Nicht immer klappt das. Zufälligerweise bin ich Mercedes Kunde, tatsächlich klappt da auch nicht alles gut, nur weil’s teuer ist. Ich käme aber nicht auf die Idee eine 35€ Werkstatt - welche schon mehrfach ihre „Suchkompetenz“ bewiesen hat ohne das eigentliche Problem zu lösen oder pfuschige Ersatzteile verbaute - einmalig, oder gar mehrfach zu beauftragen. Nur um „Geld zu sparen“.

 

Es ist sein Geld, sein Spaß mit seinen Sachen, ich mische mich da nicht ein. Sein Leben, erwachsener Mensch. Ich sag es einmal, erkenne die Sinnlosigkeit meiner Aufklärungsarbeit. Und damit ist es gut. Ich habe aufgehört andere zu bekehren. Es nutzt nichts. Hierzu schreibe ich bei anderer Gelegenheit mal was eigenes. 

 

 

Aber grundsätzlich ist IT, besonders im Bereich IT-Infrastruktur in welchem ich arbeite, mit dem klassischen Handwerk sehr gut vergleichbar. Egal ob auf dem Bau oder in der Werkstatt. Man merkt ob der Laden seine Abläufe, Aufgaben, Mitarbeiter und Know-How im Griff hat, oder eben nicht. Man erkennt den Unterschied zwischen Profis und Pfusch. Und das erkennt man garantiert nicht am Preis.

2017-11-27 - Einfach Montag

Es gibt Arbeitstage, die machen Geschäftsführern keinen Spaß. Da sind sie der "Überbringer von schlechten Nachrichten". Manchmal haben auch Abteilungs- und Bereichsleiter solche Tage. Mit letzteren kann man dann im Einzelfall Mitleid haben, denn oft müssen die umsetzen was oben entschieden wurde, manchmal war es auch ihre eigene Idee.

Wenn aber ein GF mit einem solchen Satz kommt, dann ist Gefahr im Verzug. Denn dann bedeutet das: Ich habe in der Vergangenheit meinen Job schlecht gemacht (oder einfach auch einfach zu viel Spaß gehabt in der Position), darum konnte sich die Notwendigkeit für schlechte Nachrichten überhaupt erst entwickeln. Denn solche Situationen schon im Vorfeld abzuwenden ist die primäre Aufgabe der Verantwortlichen.

 

Warum schreibe ich sowas? Egal in welcher Rolle ich selbst bereits in Unternehmen tätig war, meistens zeigte sich das gleiche Bild. Die schlechte Lage des Unternehmens war von der Geschäftsführung selbst verursacht worden und keine wirklich vom Markt aufgezwungene Situation. Für Probleme aus dem Markt dürfte man ja vielleicht noch nachsichtig sein, denn dies läßt sich oftmals weder vorhersagen (Glaskugel), noch wirklich steuern. Sobald aber eine Firma beispielsweise auf die Zeichen im Markt nicht entsprechend frühzeitig reagiert und agiert macht sich die Geschäftsführung schon wieder schuldig. 

 

Jetzt sehe ich das gerade schon wieder. Durch Reaktions- und Entscheidungsschwäche der Geschäftsführung - und in diesem Fall auch der verantwortlichen Bereichsleitungen - wird die Geschäftssituation mit hohem Wohlfühlfaktor bis in den kritischen Bereich ausgesessen, um dann endlich und zu spät mit unangemessenen und wenig nachhaltigen Gegenmaßnahmen der Lage wieder Herr zu werden. Ich hasse das. Das Verhalten ist kurzsichtig und wird der Gesamtverantwortung der Position nicht im Ansatz gerecht, egal ob die Geschäftsführung auch gleichzeitig die Eigentümer der Unternehmung darstellen. 


Einfach schade. Zeit sich den 3-Zeiler vorzubereiten.

2017-09-22 - VMworld - Barcelona

Hausmessen von Herstellern gibt es viele. Hersteller gibt es viele. Nachdem ich im Mai schon die RedHat Summit 2017 in Boston, USA besuchen durfte, geht es jetzt auf die VMworld nach Barcelona. Ich arbeite in der IT, in einem Systemhaus. Dieses ist fast ausschließlich auf die IT-Basisinfrastruktur spezialisiert. Also den Teil der IT, den nahezu jede Firma im Einsatz hat. Dabei ist es fast egal, ob damit Autos gebaut werden, der Kunde eine Behörde ist, oder irgendeiner anderen Branche zuzurechnen ist.

Die Virtualisierung, besonders auf Basis der Produkte von VMware - dem Veranstalter der VMworld, ist heute aus dem modernen IT-Betrieb nicht mehr wegzudenken. Fast 100% aller Serversysteme unserer Kunden sind virtualisiert, schon seit Jahren. Mittlerweile stellt die Virtualisierung aber auch den so oft beschwordenen "Weg in die Cloud" dar, damit bekommt dieser Ansatz nochmal einen ganz neuen Schub. 

Zusammen mit 2 Kollegen dürfen wir uns von Montag bis Donnerstag den Kopf mit frischen und heißen Informationen füllen lassen was sich in dieser spannenden Welt neues tut. 

Gleichzeitig ist ein solcher Trip aber auch - ich bin da ganz ehrlich - auch eine Mischung aus viel Arbeit, etwas Urlaub und natürlich wieder Abenteuer. Man lernt viel, auch viele neue Leute kennen, darf sich auf Firmenkosten in einer wirklich großartigen Stadt aufhalten und erlebt dort natürlich auch so einiges. Vielen Dank ihr Chefs, ich weiß Euer(en) Vertrauen(svorschuß) in das Ergebnis dieser Aktion sehr zu schätzen. Es wird sich auszahlen, dafür sorge ich.

mehr lesen

Herzlich willkommen


Der Umzug von weidner.net und weidner-online.de hierher steht bevor.

Die IT ist ja ein weites Feld. Ich habe ja durchaus Ahnung. Von dem einen oder anderen. Aber vom Web so gut wie Null. Für mich ist das hier alles Rocketscience, auch wenn mein Blogprovider es mir eh schon so leicht wie möglich macht. Aber DNS Einträge, Domainumzüge, NIC und Admin-C Einträge… ich stelle mich an wie der erste Mensch. 
Langsam wird's aber. Dauert nicht mehr lange, dann ist die neue Seite live. Bis bald.


Seit 2 Stunden ist mein neues System online um Euch endlich wieder eine Webseite unter meiner Adresse zu zeigen. Ich arbeite mich gerade ein, alles ist neu und mir noch völlig unklar. Bitte entschuldigt daher auch den sicherlich stolpernden Start und ein Mangel an Look&Feel. Sollte sich bald ändern.

 

Was hier gezeigt wird? Alles mögliche aus dem Leben hier. Was mir gefällt, was mir nicht gefällt, was mal geschrieben werden muß, was ich los werden muß. 

 

Lieben Gruß,

Stefan